Chronik

Diese Chronik liest sich eh kein Schwein durch, also schadet es nicht negative Dinge aufzulisten, die mein Leben verunstaltet und teilweise nachhaltig geprägt haben.

Kategorie

Positive Ereignisse  Positive Erlebnisse

Neutrale Ereignisse Neutrale Erlebnisse

Negative Ereignisse Negative Erlebnisse

10/1983

It's Prime Time!

Begonnen hat alles mit meiner spektakulären Geburt zur Prime Time (20:10 Uhr) am 03.10.1983. Den Tag der Deutschen Einheit wählte Helmut Kohl wohl mit Bedacht genau 7 Jahre später.

Ich als Baby
11/1983

Agilitäts-Wunder

Ich hebe den Kopf minutenlang aus der Bauchlage heraus. So erhalte ich einen besseren Überblick über die neue, unbekannte Welt.

Ich im Kinderwagen
02/1984

Die Eigenschaften eines Adlers

Ich greife nun erstmals nach Gegenständen und wende den Kopf nach Geräuschen.

Meine Steh-Versuche im Kinderwagen
06/1984

Standhaftigkeit

Mit Hilfe versuche ich zu Stehen.

Am Waldrand in der nähe von Berlin
10/1984

Der Aufrechte Gang

Ich absolviere meine ersten selbständigen Schritte. Dabei siege ich mehr und mehr über meinen größten Widersacher: Die Schwerkraft.

04/1985

Kommunikation mit der Außenwelt

Die ersten 3-Wort-Sätze sind aus meinem Mund zu hören.

04/1985

Gefährliche Platzwunde

Mein Bruder stolpert, während er mich auf dem Arm "fest" hält. Es kommt zu einem Sturz und nach 18-monatiger Abstinenz sehe ich ein Krankenhaus wieder von innen, da die Platzwunde am Hinterkopf genäht werden muss. Die Narbe aber wird mich mein Leben lang begleiten.

11/1989

Der Ruf der Freiheit

Braunlage. Die Öffnung der innerdeutschen Grenze hat meine Familie hauptsächlich dazu genutzt sich die Spielekonsole Atari zuzulegen. Es lebe die Freiheit.

09/1990

Zuckertüte

Die Zuckertüte zur Einschulung soll Lust auf mehr machen und die Eingewöhnung an die Schule versüßen. Aber ich sehe das skeptisch.

09/1990

Platzwunde vol. 2

Meine Klassenlehrerin hat den Unterricht in der 1. Klasse ein paar Sekunden vor dem offiziellen Ende der Schulstunde pausiert. Fröhlich laufe ich durch den langen Schulflur und bewege mich dabei ziemlich nah an den anderen Türen vorbei. Die Tür wird von einer dicklichen 8. Klässlerin geöffnet und ich pralle ab. Bei einer Körpergröße von 120 cm ist meine Stirn ein gutes Ziel. Zunächst bekomme ich von den Folgen nichts mit, erst als eine Mitschülerin mir sagt ich würde bluten, werde ich ins Krankenhaus gefahren. Wieder einmal muss eine Platzwunde genäht werden.

06/1991

Kuscheln

Mit meinen 7 Jahren mache ich meine ersten Erfahrungen mit der Frauenwelt. Romeo "Christian und Julia" wird zwar keine epische Geschichte. Aber wir hatten unseren Spaß unter einer Kuscheldecke im Sommer 1991 im Rahmen der täglichen Hort-Betreuung.

04/1992

Der Osterhase ist mein Held

Zu Ostern bekomme ich meine zweite Spielekonsole: NES (Nintendo Entertainment System). In Erinnerung bleiben mir zahlreiche Couch-Sessions mit meinen Grundschul-Kumpels. Spannende Mehrspielermodi steigern den Enthusiasmus. Gemeinsam werden bravoröse Ziele erreicht, gemeinsam verliert man grandios. Unterm Strich bleibt: Gemeinsam viel Spaß gehabt.

08/1994

Zu dumm?

Leider bekomme ich nicht die Empfehlung die weitere Schullaufbahn auf einem Gymnasium zu verbringen. Ich bin zu langsam, zu perfektionistisch. Unbeeindruckt davon entscheide ich mich gegen die Schullaufbahn-Empfehlung und werde Schüler des Gymnasium "am Thie" in Blankenburg. Kleine Misserfolge in Form schlechter Noten schüren allerdings Zweifel an der Richtigkeit meiner Entscheidung. (Notenschnitt Grundschule: 1,5 - Notenschnitt Gymnasium 5. Klasse: 2,5).

04/1995

Spielesucht: Öffentlich praktiziert und toleriert

Möglich wird das alles durch mobile Spielgeräte. In Anbetracht des Schulfrusts bekomme ich meine dritte Spielekonsole: Nintendo Gameboy. Meine Mitschüler sind zum Großteil bereits Gameboy-Spieler. Somit kann ich hier niemandem etwas vormachen.

05/1995

Dritte Spielekonsole: Nintendo Gameboy.

In Anbetracht des Schulfrusts bekomme ich meine dritte Spielekonsole: Nintendo Gameboy.

08/1995

Das Budenzeitalter

Welch abenteuerliches Kapitel!

Nach der Schule ging es sofort raus in den Wald, um die Bude weiter zu designen und weitere Funktionen einzubauen.

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04/1996

Die Konsolenspiele haben uns paralysiert

Nach riesigen Highscore-Erfolgen mit NES und verhaltenem Spielspaß mit dem Gameboy bekomme ich meine vierte und vorerst letzte Spielekonsole: Super Nintendo Entertainment System (SNES). Unvergessen sind Rollenspiel-Nachmittage und -abende mit Freunden. Dabei erinnere ich mich bis heute an den Lieblingsspruch von Denny: "Argh, ich wurde ge-efeumantelt". Auf Deutsch gesagt: Ein Monster paralysiert seine Spielfigur mithilfe von Efeu. Diese und weitere zockeraffine Sprüche werden zum Alltag im Schulhof-Smalltalk.

09/1996

Überraschungs-Abzocker

Mehr und mehr werde ich zum erfolgreichsten Überraschungs-Ei-Figuren-Händler meiner Schulklasse. Dabei gelingt es mir Maik, einen meiner wichtigsten späteren Wegbegleiter aufs Kreuz zu legen. Bei einem Besuch bei ihm zu Haus erhalte ich durch eine geschickte Verhandlungsstrategie eine wertvolle Figur durch Tausch mit etwa zehn (fast) wertlosen Ü-Ei-Figuren. Maik wittert ein Riesen-Geschäft, der eigentliche Gewinner aber bin ich. "Marino" von den Teeny Tapsy Törtels hat damals einen Wert von 190 DM. Heute ist er bei eBay für 150 bis 200 € zu haben.

07/1997

Hardware-Gigant

Erster PC - Pentium 200 MhZ, 16 MB EDO RAM (kurze Zeit später 80 MB). Dadurch erreiche ich in meiner Schulklasse (inzwischen 8b) quasi RAM-Heldenstatus.

03/1998

PC-Spiele werden populär

Auch in meinem Kinderzimmer. Ich lege mir die ersten PC-Spiele zu: Tomb Raider 2, Fifa 98, Age of Empires etc.

04/1998

Endlich Alkohol

Die Jugendweihe erlaubt uns den legalen Genuss von Alkohol. Da lass ich mich nicht 2 mal bitten und trinke was das Zeug hält. Vermutlich hatte ich 3 ‰ intus.

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06/1998

Neues Hobby: Fotografie

Ich bekomme meine erste eigene Kleinbildkamera. Es ist eine analoge Canon Kleinbildkamera. Die Fotos sind nicht besonders gut.

09/1999

Half-Life

Zusammen mit Freunden kaufe ich mir in London das beste PC-Spiel aller Zeiten: Half-Life. Auf Deutsch lautet der Name "Halbwärtszeit". Rechnet man die Nachfolger mit ein, ist die Halbwärtszeit meiner Leidenschaft an diesem Spiel auf mindestens 4 Jahre zu beziffern.

01/2000

Digitale Fotografie

Als einer der ersten besitze ich eine Digitalkamera. Es ist die HP C200 mit einem Megapixel. Dementsprechend war die Qualität der Bilder noch schlechter als die meiner ersten Kamera. Das ist aber nicht als KO-Grund zu werten, denn fortan bin ich ein gefragter Party-Fotograf. Etwa ein Jahr später wird sie allerdings bei einer überschwänglichen Fete beschädigt.

01/2001

Killerspiel-Spieler

Schulkameraden haben eingeladen. Ich bin auf der ersten LAN-Party meines Lebens. Das harmlose PC-Spiel Counterstrike wird installiert und bereitet mir knapp 3 Jahre Freude, vor allem im Internet.

*Die Chronik ist selbstverständlich nicht vollständig, da ich bei etlichen Dingen der Verschwiegenheit verpflichtet bin und einige Dinge auch privat bleiben müssen. Zum Beispiel kann ich hier nicht schreiben: "Habe mich von Alexandra getrennt, weil sie nur Mist erzählt und wie eine Schlampe rumläuft". Die Angabe "vollständig" bezieht sich also nur darauf, dass hier ebenfalls positive Erlebnisse aufgelistet werden.